Organisations- und Netzwerkanalysen

Die Bestandsaufnahme der Stärken und Potentiale einer Organisation (Systems) innerhalb eines Unternehmens ist als erster Schritt eines Prozesses zu sehen, der in einem überschaubaren Zeitrahmen strukturbedingte und systemimmanente "Wahrnehmungsverzerrungen" identifiziert und damit in der Lage ist, diese im Ablauf determinierten Entscheidungs- und Handlungsmuster sichtbar zu machen. In der Folge ist es damit möglich, kreative Lösungen aus dem System heraus zu initiieren (emergentes Potential).

Zur Begriffsdefinition: die Bedeutungen von System, Organisation, Teilorganisation, Team, Netzwerk
beziehen sich immer auf die zu analysierende Einheit. Diese wird zu Beginn des Projektes gemeinsam mit dem Auftraggeber im Zusammenhang mit der detaillierten Zielsetzung festgelegt.
Das Netzwerk besteht dabei aus einer klar definierten Menge von Akteuren, die eine bestimmte Art von Beziehungen miteinander pflegen ( z.B. Arbeitsteams).

Bei der Analyse solcher Netzwerke werden einerseits die Positionen einzelner Akteure in der Gruppe untersucht (Mikro-Analyse), als auch die Beziehungsstruktur innerhalb des gesamten Netzwerks erhoben (Makro-Analyse).

Die graphische Darstellung der erhobenen Zusammenhänge lässt auf einfache Art und Weise die Vermittlung von Ergebnissen zu und ermöglicht gleichzeitig die Entdeckung neuer Zusammenhänge.

Im Rahmen einer Sozialen Netzwerk Analyse erhobene Daten werden von uns in Übereinstimmung mit Kunden und TeilnehmerInnen absolut vertraulich behandelt. Aus diesem Grund werden keine im Rahmen einer SNA erhobenen Daten außerhalb der analysierten Gruppen veröffentlicht.

Um trotzdem Beispiele zeigen zu können, werden vielfach Daten von sozialen Netzen, wie sie in Werken der Weltliteratur vorkommen, Datensätze aus der universitären Forschung zur Darstellung solcher visueller Analysen oder aus dem Internet erhobene Daten verwendet. Diesen Weg beschreiten wir hier auch:

Beispiel 1:

Les Miserables: coappearance weighted network of characters in
the novel Les Miserables. D. E. Knuth, The Stanford GraphBase: A
Platform for Combinatorial Computing, Addison-Wesley, Reading, MA
(1993). 

 


Beispiel 2:

online Zeitung lesen: ein/e Surfer/in liest jeweils die Titelseiten von derStandard.at, diePresse.com, Kurier.at, ORF.at und Nachrichten.at. Er / Sie aktiviert dabei innerhalb kurzer Zeit mit dem Besuch dieser 5 Webseiten 23 verschiedene Services. Die Dimension der Punkte steht in Relation zur Dominanz.
(2012)

Ein Klick auf die Grafik öffnet jeweils ein neues Browser Fenster mit einer interaktiven Darstellung des jeweiligen Netzwerks! (Javascript + HTML5 fähiger Browser erforderlich)